Nein zum Krieg, Nein zu Diktator*innen und Staaten, Nein zu Unternehmen, Nein zu Religionen, Nein zum Nationalismus!

Nein zum Krieg,
Nein zu Diktator*innen und Staaten,
Nein zu Unternehmen,
Nein zu Religionen,
Nein zum Nationalismus!

Liebe anarchistische Genoss*innen, egal wo ihr seid,

wir Anarchist*innen erklären, dass wir gegen Krieg, Militärangriffe und
Milizen sind. Wir lehnen das Töten von Zivilist*innen und die Angriffe
auf Dörfer, Gemeinden und Städte ab, bei denen unschuldige Menschen
getötet und ihre Wohnorte beschädigt und zerstört werden.

Wir glauben nicht, dass Staaten oder irgendeine Gruppe das Recht hat
jemand anderen anzugreifen aufgrund von Religion, Nationalität,
Landstreitigkeiten usw. Wir sind überzeugt, dass ungeachtet ihrer
Rechtfertigung, diese Angriffe und Kriegstreiberei bloß ein Angriff auf
Freiheit und Menschlichkeit sind.

Unsere Haltung und unser Standpunkt gegen den aktuellen Krieg, den der
Türkische Staat gegen Afrin und das übrige Rojava samt seiner
Bürger*innen begonnen hat, ist nicht darin begründet, dass wir kurdisch
oder kurdisch-sprechend sind. Wir sind aus Prinzip gegen alle Kriege an
allen Enden der Welt.

Wir halten fest an unseren anarchistischen Grundsätzen egal wer solch
einen Krieg beginnt. Wir vertreten die gleiche Einstellung und die
gleichen Prinzipien sogar auch wenn Kurd*innen einen Krieg führen, um
die Freiheit, Kultur und Gesellschaft irgendeiner Ethnie oder Gruppe
anzugreifen. Unsere Haltung gegen den Türkischen Staat bei seinem
Angriff auf Rojava nehmen wir von diesem Standpunkt aus ein – nicht mehr
und nicht weniger. Wir sind gegen Krieg, gegen den Staat, gegen jede Art
von Vorherrschaft, Klassenspaltung und gegen das kapitalistische System.

Angesichts dessen lehnen wir jede Art von Krieg ab, egal ob er vom
Türkischen Staat gegen Rojava geführt wird oder von einem anderen Staat
gegen eine andere Nation oder Gruppe irgendwo anders auf dem Globus.

Wir glauben, dass wir gegen den Krieg sein und ihn verurteilen, sowie
alle möglichen Kampagnen gegen die Verherrlichung des Krieges und gegen
Kriegstreiberei führen sollten. Es ist unsere Pflicht die Menschen mehr
darauf aufmerksam zu machen, dass Krieg mehr Gewinne und Vorteile für
die Unternehmen bedeutet, besonders im militärischen Bereich.
Gleichzeitig verursacht er weitere Armut, mehr Elend, Vertreibung und
Verlust unserer Liebsten. Aber er bringt auch steigende Preise,
Obdachlosigkeit, Erwerbslosigkeit, Zeströrung unserer Ortschaften und
unseres Klimas, sowie eine allgemeine Spaltung hervor.

Wir klagen alle Fernsehstationen und die sozialen Medien in der Region
an, dass sie seit dem Beginn der aggressiven Angriffe versucht haben,
die Rechte der Menschen in Afrin und Rojava zu leugnen und deren
berechtigte Verteidigung nicht anzuerkennen. Sie versuchen die Menschen
zu täuschen und versuchen sie mit verschiedenen Begründungen zur
Unterstützung des Türkischen Staates zu bewegen indem sie ihnen falsche
Vorwände liefern.

Nein zu Staat und Nationalismus
Nein zu Autorität
Nein zu religiöser Macht
Nein zum parlamentarischen System
Nein zur Herrschaft der Milizen
Nein zu politischen Parteien und Kapitalismus
Ja zu Selbstorgansiation und Selbstbestimmung

Kurdischsprachiges Anarchistisches Forum (KAF)
22.01.2018

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